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Kommunales Kino Oberkirch
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Programm

11.10.2022 - 20:00

NAHSCHUSS; D 2021; R. Franziska Stünkel

In der DDR lässt es sich für den bekennenden Kommunisten Franz Walter (Lars Eidinger) gut leben. So kommt es für ihn wie gerufen, als er nach seiner Promotion an der Berliner Humboldt Universität ein Jobangebot beim Auslandsnachrichtendienst des Arbeiter- und Bauern-Staats erhält. Der Job bietet viele Vorzüge, also lässt er sich blenden und wird Teil des Geheimdienstes. Gemeinsam mit seiner Freundin Corina (Luise Heyer) genießt er fortan das angenehme Leben und findet in seinem Vorgesetzten Dirk (Devid Striesow) sogar einen neuen Freund und Mentor. Wo es in seiner Tätigkeit anfangs nur um reine Informationsbeschaffung geht, verlangen die Aufträge nach und nach immer mehr von Franz und er ist gezwungen, zu Mitteln zu greifen, die er nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Gerade als er sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere befindet, kommen ihm moralische Zweifel an seiner Tätigkeit und er will aussteigen. Doch im Netz aus Unterdrückung, Erpressung und Befragung ist er Opfer und Täter zugleich und es gibt für ihn kein Entkommen...

23.10.2022 - 17:00

Stummfilmkonzert mit Johannes Cernota

Am 23. Oktober findet im Kommunalen Kino ein einzigartiges Kinoerlebnis statt. Der Hamburger Pianist Johannes Cernota begleitet live auf dem Steinway Flügel in der Oberkircher Mediathek herausragende Filme von und mit den unvergessenen Stars einer vergangenen aber unvergesslichen Kinoepoche - Charlie Chaplin, Buster Keaton und natürlich Stan Laurel und Oliver Hardy. Ihre Filme gehören zu den ewigen Klassikern - man denke an "Goldrausch" oder "Der große Diktator" von Chaplin), "Der General" von Keaton) oder die genial-chaotischen Slapsticknummern von Laurel und Hardy.

Während der Stummfilmzeit gab es noch keine Möglichkeit, Bild und Ton synchron aufzunehmen und abzuspielen. Die Aufführungen dieser Stummfilme wurden jedoch musikalisch untermalt um Atmosphäre zu verstärken oder dramatische Effekte zu verschaffen.

Johannes Cernota begleitet diese Filme wie in den 1920er Jahren mit Improvisationen live am Flügel. Themen aus Klassik, Jazz und Volksmusik bieten dafür die Grundlage ebenso wie aus dem Stegreif kreierte Melodien. Alles im Hinblick darauf, dass Film und Musik zu einer Einheit verschmelzen. Durch die LIVE-Begleitung entsteht eine besondere Atmosphäre zwischen Film, Musik und Publikum. Virtuos, einfühlsam und pointiert kleidet Johannes Cernota die Darstellkunst von Chaplin, Keaton und Laurel und Hardy musikalisch ein und sorgt für ein einzigartiges Kinoerlebnis, das bei Jung und Alt regelmäßig für Begeisterung sorgt.

Die familienfreundliche Veranstaltung findet am Sonntag, 23.10. um 17 Uhr statt. Karten gibt es an der "Abendkasse", Erwachsene zahlen 8 €, Kinder und Koki Mitglieder 4 €, Familien können die Veranstaltung für 15 € besuchen.

25.10.2022 - 20:00

FABIAN oder DER GANG VOR DIE HUNDE; D 2021; R. Dominik Graf

Fabian oder Der Gang vor die Hunde ist ein Filmdrama von Dominik Graf nach dem Roman Fabian. Die Geschichte eines Moralisten von Erich Kästner, das im Juni 2021 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin seine Premiere feierte.

Berlin, 1931. Jakob Fabian (Tom Schilling), promovierter Germanist und ironischer Beobachter, arbeitet tagsüber in der Werbeabteilung einer Zigarettenfabrik. Nachts driftet er mit seinem wohlhabenden Freund Labude (Albrecht Schuch), der von einer Revolution der Klassen träumt, durch Kneipen, Bordelle und Künstlerateliers. Als Fabian die selbstbewusste Cornelia (Saskia Rosendahl) kennenlernt, gelingt es ihm für einen kurzen Moment seine pessimistische Grundhaltung abzulegen. Er verliebt sich. Doch dann fällt auch er der großen Entlassungswelle zum Opfer, während Cornelia dank ihres Chefs und Verehrers Karriere als Schauspielerin macht. Ein Arrangement mit dem sich Fabian schwer abfinden kann. Aber nicht nur seine Welt gerät aus den Fugen. Der Gang vor die Hunde beginnt.

08.11.2022 - 20:00

Umweltreihe mit PAuLA und BUND: GUNDA; NOR 2020; R. Viktor Kossakovsky

GUNDA ist Kino pur. Der Film zeigt das Leben eines Hausschweins, einer Hühnerschar und einer Rinderherde mit meisterhafter Intensität. In herausragenden Schwarz-Weiß-Bildern begegnet Regisseur Victor Kossakovsky den tierischen Bewohnern auf einem kleinen Bauernhof auf Augenhöhe und erzählt sie als Geschöpfe mit eigener Wahrnehmung, eigenem Empfinden und eigenen Gewohnheiten – eine meditative Reise in das Leben seiner Protagonisten und ihren Kosmos mit seinem ganz eigenen Raum- und Zeitgefüge.
GUNDA ermöglicht uns, über das Geheimnis tierischen Bewusstseins nachzudenken und darüber, welche Rolle wir Menschen dabei spielen: ein poetisches Plädoyer für das Recht auf Leben der Lebewesen, die wir sonst nur als „Nutztiere“ wahrnehmen. Der richtige Film zur richtigen Zeit.

 

Ein warmherziges Plädoyer für mehr Tierwohl

Sichtlich erschöpft liegt die Muttersau im Stall auf einem Berg Stroh, im Hintergrund wuseln ihre Ferkel durch die Gegend, bis es eines davon schließlich schafft, auf sie hinaufzuklettern – bevor es unbeholfen wieder ins Stroh purzelt. So beginnt GUNDA – ein Film, der uns mit eindrucksvollen und bewegenden schwarz-weiß Bildern Einblick in das Leben von “Nutz”tieren gewährt und uns die Welt aus ihrer Perspektive wahrnehmen lässt.  

Der Film wurde auf verschiedenen Höfen in Norwegen, Großbritannien und Spanien unter der Regie von Victor Kossakovsky gedreht. Er wurde bereits auf der Berlinale 2020 vorgestellt und kommt ab dem 19.08.2021 auch in die deutschen Kinos. Es handelt sich um einen Dokumentarfilm, der uns auf eine 93-minütige Reise mitnimmt, um uns den Alltag und die Wirklichkeit von “Nutz”tieren näherzubringen. Das schafft er, ganz ohne dass Menschen ins Bild gerückt werden – die Protagonisten sind ausschließlich Gunda und ihre Ferkel, eine Gruppe Hühner und eine Herde Rinder. Ohne erhobenen Zeigefinger oder Schauerbilder von Schlachtungen und Folter zu zeigen, vermittelt der Film Verständnis und Mitgefühl für die von uns nur als Nutztiere bezeichneten Lebewesen. Kossakovsky selbst ist strikter Verfechter eines vegetarischen Lebensstils.

29.11.2022 - 20:00

THE FATHER; GB 2020; R. Florian Zeller

Wer bin ich eigentlich?: Der von Florian Zeller inszenierte Spielfilm «The Father» ist das berührende Porträt eines Alzheimerkranken, ganz aus dessen Sicht gefilmt, grossartig gespielt von Anthony Hopkins als kranker Vater und Olivia Colman als fürsorgliche Tochter. Ein Meisterwerk, das verunsichert und gelegentlich wehtut.

Anthony ist 81, lebt allein und verweigert sich allen Pflegenden, die seine Tochter Anne ihm zu vermitteln versucht. Doch diese Notwendigkeit wird immer dringlicher, da sie ihn nicht mehr jeden Tag besuchen kann. Denn sie hat den Entschluss gefasst, nach Paris zu ziehen. Während Anthony versucht, sich mit der aufkommenden Demenz und den veränderten Lebensumständen zu arrangieren, beginnt er, an seinen Lieben, seinem Verstand und schliesslich an der ganzen Welt zu zweifeln, weil diese ihm immer mehr abhandenkommt. Bei vielen Handlungen in diesem absichtlich verwirrenden, dennoch wunderbaren Film weiss man nie, ob sie stimmen.

20.12.2022 - 20:00

KAISERSCHMARRNDRAMA; D 2021; R. Ed Herzog

Nach „Dampfnudelblues“, „Schweinskopf al dente“ und „Leberkäsjunkie“ die nächste Verfilmung eines Eberhofer-Krimis nach einer Romanvorlage von Rita Falk. Und Vorgänger des aktuellen Eberofer-Kinohits "Guglhupfgeschwader".

Die tiefenentspannten Tage auf dem Eberhofer-Hof sind endgültig gezählt: Durch einen Doppelhaus-Neubau soll das Idyll gründlich optimiert werden. Eberhofers Dauerfreundin Susi treibt, ausgerechnet zusammen mit Franz' verhasstem Bruder Leopold, den Bau voran, um die beiden Familien im Doppelhaushälften-Glück mit Gemeinschaftssauna zu vereinen, und billiger ist es allemal.

 Neben Franz gehen auch seinem Papa diese Pläne ordentlich gegen den Strich und so protestiert der gegen die „Gentrifizierung seines Hofes“, indem er kurzerhand den Baukran besetzt. Eberhofers einziger Ruhepol, sein Hund Ludwig, bereitet ihm wegen zunehmender Altersschwäche zudem Sorgen. Zum Glück erlöst bald ein neuer Mordfall den Polizisten Franz vom häuslichen Chaos....