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Kommunales Kino Oberkirch
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Programm

05.07.2022 - 20:00

FRAU STERN; D 2020; R: Anatol Schuster

Frau Stern will sterben. Sie ist überzeugt: Eine Waffe könnte bei dieser Entscheidung durchaus von Nutzen sein. Kurzerhand fragt sich die resolute 90-jährige Holocaust-Überlebende durch ihre Nachbarschaft in Berlin-Neukölln – jedoch ohne Erfolg. Als sie ihre geliebte Enkelin Elli bittet, doch mal ihren Dealer nach einer Pistole zu fragen, erntet sie ebenfalls nur verständnislose Blicke. Beunruhigt von diesem Wunsch versucht Elli mit extravaganten Vernissagen und feucht-fröhlichen Karaoke-Partys die Lebensfreude ihrer Oma wieder zu wecken – ebenfalls erfolglos. Und so streift Frau Stern durch die Straßen Berlins, entschlossen, diese Welt zu verlassen, und wird dabei immer wieder aufs Neue vom Leben überrascht. Denn es sind die kleinen und absurden Dinge und Begegnungen, die dem Pathos ihrer Todesgedanken gegenüberstehen.

Quelle: Filmfestival Max Ophüls Preis 2019

"Ein Film wie ein Denkmal" (FAZ)

"Eine der schönsten Überraschungen, die der deutsche Film in diesem Jahr zu bieten hat." (Programmkino.de)

"Man möchte all die Charaktere am liebsten umarmen, so sehr wachsen sie einem ans Herz."(filmstarts.de)

"Der Film Frau Stern ist ein kleines Wunder" (Jury New Berlin Film Award)

19.07.2022 - 20:00

Umweltreihe: YOUTH UNSTOPPABLE; CAN 2020; R: Slater Jewell-Kemker

Umweltreihe in Kooperation mit PAuLA e.V. und BUND-Renchtal:

Der Film zeigt Interviews mit jungen Aktivisten aus der ganzen Welt, die das Klima der Erde retten wollen. Die Kanadierin Slater Jewell-Kemker nahm mit 15 Jahren an der UN-Klimakonferenz bei. Sie begleitete die Veranstaltung mit der Kamera.

Die Kanadierin Slater interviewt seit ihrem zehnten Lebensjahr Prominente und Politiker über die Umwelt, mit 15 fing sie an ihre Begegnungen und Erlebnisse zu filmen. Entstanden ist eine sehr persönliche Langzeitbeobachtung des weltweiten Youth Climate Movements, beginnend im Jahr 1992 auf dem 1.Weltklimagipfel, auf dem die 12-jährige Aktivistin Severn Suzuki, ähnlich wie Greta Thunberg heute, bemerkenswert eindrucksvoll an die Anwesenden appellierte. Die Forderungen sind  heute unverändert, die Dringlichkeit stärker denn je. Ein ausschlaggebender Moment für Slaters mutiges und überzeugtes Engagement liegt in einem frühen Treffen mit ihrem Kindheitshelden Jean-Michel Cousteau – Jahre später begegnet sie ihm wieder, jetzt als bekannte Aktivistin. Slater erzählt von Höhen und Tiefen der Klimabewegung, nimmt das Filmpublikum mit auf Klimakonferenzen, Demonstrationen, zu Gesprächsrunden und Interviews. Auf eindringliche Weise legt sie die politischen (Fehl)Entwicklungen der letzten Jahre dar und zeigt den Druck durch die Zivilgesellschaft als wirksame Handlungsoption.

Mit ihrem bewegenden Film weckt Slater Jewell-Kemker ein Gefühl von globaler Zusammengehörigkeit und regt zu persönlichem Engagement an – und klingt am Ende hoffnungsvoll: „Ich glaube, dass eine andere Welt möglich ist“.