Programm
10.02.2026 - 20:00
DIE LEISEN UND DIE GROSSEN TÖNE; F/B 2024; R: E. Courcol
Aus der Reihe „Musikfilme“
Der vierte Spielfilm von Emmanuel Courcol ist eine Komödie, in der die Musik eine entscheidende Rolle spielt. Zwei Brüder, Thibaut und Jimmy, ein Dirigent und ein Arbeiter, wissen nichts voneinander und leben an verschiedenen Orten. Erst als bei Thibaut Leukämie festgestellt wird, begibt er sich auf die Suche nach direkten Verwandten als Knochenmarkspender, lernt dabei seinen Bruder kennen und und macht erstaunliche Entdeckungen. Die Musik wird die beiden ungleichen Brüder auch später verbinden.
24.02.2026 - 20:00
MARIA ; D/I/US 2024; R: Pablo Larrain; (über Maria Callas)
Aus der Reihe „Musikfilme“
Das Filmdrama von Pablo Larain beschließt seine Trilogie über Schicksale berühmter Frauen, Nach den Spielfilmen über Jacky Kennedy und Lady Di („Spencer“) beleuchtet dieses Werk das einsame Leben der gefeierten Operndiva Maria Callas – gespielt von Angelina Jolie – die von der Öffentlichkeit zurückgezogen in Paris lebt und verzweifelt an einem Comeback arbeitet. Dass sie dabei ihre direkte Umgebung wie Sklaven behandelt, wird allen deutlich – nur ihr selbst nicht. „Mein Leben ist die Oper – und da gibt es keine Vernunft“. Der Film ist eine tiefe Verbeugung vor der vielleicht größten Sophranistin der Geschichte.
10.03.2026 - 20:00
Zum Weltfrauentag: DIE UNBEUGSAMEN; D 2021; R: T. Körner
Zum Internationalen Frauentag
Der preisgekrönte Dokumentarfilm von Torsten Körner erzählt die Geschichte von Politikerinnen in der Bonner Republik, die sich zum Teil unfassbaren Vorurteilen ausgesetzt sahen. Das belegen nicht etwa Behauptungen, sondern reale Zitate aus mehreren Jahrzehnten, die Frauen jede Entfaltungsmöglichkeiten abseits von Herd und Küche absprachen. Eine emotional bewegende Chronik westdeutscher Politik von den 1950er-Jahren bis in die Zeit nach der Wiedervereinigung.
24.03.2026 - 20:00
Literatur im Kino: DER BUCHSPAZIERER; D 2024; R: Ngo The Chau
Aus der Reihe „Literatur“
Der Film entstand nach dem Bestseller von Sebastian Henn. Regisseur Ngo The Chan verfilmte mit viel Liebe zum Detail die etwas weltferne Atmosphäre der Handlung, fand mit Christoph Maria Herbst den idealen Hauptdarsteller und mit Yuna Bennett als neunjähriges, etwas unbekümmert vorlautes Mädchen Schascha, das den 70Jährigen auf seinen Touren begleitet, den kongenialen Widerpart. Daraus wurde eine Hymne an das Buch und das Anhalten der Zeit, hinter deren komischen Aspekten manch tragische Entwicklung geschickt verborgen wird. Am Ende wird Schascha selbst „Buchschreiberin“.
21.04.2026 - 20:00
Literatur im Kino: TREASURE - FAMILIE IST EIN FREMDES LAND D/F 2024; R: Julia v. Heinz
Aus der Reihe „Literatur“
„Vater–Tochter-Geschichte“ mit ernstem historischem Hintergrund, basierend auf dem Roman der Australierin Lily Brett „Zu viele Männer“. Im Jahre 1991 reist die US-amerikanische Journalistin Ruth mit ihrem Vater Edek nach Polen. Dort will sie dem Vermächtnis ihrer jüdischen Familie auf den Grund gehen. Während einer Woche nähern sich Vater und Tochter einander an. Auch erleben Ruth und Edek emotionale, aber auch humorvoll-groteske Momente. Gemeinsam decken sie alte Geheimnisse auf. Julia von Heinz nähert sich dem Holocaust Thema mit Wärme und großer Ruhe.
05.05.2026 - 20:00
Kooperation mit Demenzagentur: ROMYS SALON; NL 2020; R: Mischa Kamp
Kooperation mit der Demenzagentur
Neurodegenerative Erkrankungen nehmen stark zu, da wir Menschen immer älter werden. Die jährliche Kooperation mit der Demenzagentur verfolgt das Ziel, mehr Verständnis für die Alzheimer Krankheit und Demenz zu wecken.
Der diesjährige Film ist kein Dokumentarfilm und ein gutes Beispiel dafür, wie man sich dem Thema sensibel und achtsam und mit Elementen eines feelgoodmovies nähern kann. Einfühlsam und mit komisch-melancholischem Unterton verfilmte Mischa Kamp das Buch von Tamara Bros, das das Zusammenleben der neunjährigen Romy mit ihrer Großmutter Stine schildert, die einen Friseursalon betreibt, bis ihre fortschreitende Demenz alles ändert und sie die Hilfe ihrer Enkelin annehmen kann.
19.05.2026 - 20:00
Koop PAuLA / BUND: ZWISCHEN HIMMEL UND EIS; F 2015; R: Luc Jaquet
In Kooperation mit dem BUND-Renchtal und dem Verein PAuLA zeigen wir in unserer jährlichen Umweltfilmreihe einen preisgekrönten Dokumentarfilm von Oscar-Preisträger Luc Jaquet (Reise der Pinguine, Das Geheimnis der Bäume).
Eisig, unnahbar und wunderschön: Scheinbar endlos erstrecken sich die Schneelandschaften der Antarktis. Doch das Jahrtausende alte Eis hütet ein Geheimnis. Unzählige eingeschlossene Luftbläschen aus Urzeiten zeugen vom Klima vergangener Zeiten und seiner Veränderung durch den Menschen. Der Biologe und Regisseur Luc Jacquet blickt zurück Expeditionen des französischen Wissenschaftlers Claude Lorius, der bereits als junger Mann unter extremsten Bedingungen das Eis erforscht hat. Lorius gelang es, die Klimageschichte unseres Planeten zurückzuverfolgen und eine bittere Wahrheit aufzudecken…
16.06.2026 - 20:00
Reihe So viel Liebe: DER SALZPFAD; GB 2024; R: Marianne Elliot
Die auf einer wahren Begebenheit basierende Verfilmung des gleichnamigen Bestellers von Raynor Winn begleitet ein englisches Ehepaar, das obdachlos wird, um seine Schulden bezahlen zu können, auf einer tausend Kilometer weiten Wanderung auf dem South West Coast Path. Zu den schicksalshaften Widrigkeiten zählt auch, dass der Ehemann an Parkinson erkrankt. Doch die glückliche Wendung erfolgt, indem das Paar seine Liebe zueinander wiederentdeckt.
30.06.2026 - 20:00
EIN KLEINES STÜCK VOM KUCHEN; Iran/F/D 2024;
2. Film in der Reihe "So viel Liebe": Der Film des Ehepaares Maryam Moghaddam und Betasch Sanaeeba erregte auf der Berlinale 2024 Aufsehen und wurde zugleich zu einem Politikum. Die Filmemacher gerieten in das Visier der iranischen Behörden und durften nicht ausreisen. Der Film schildert die Geschichte der 70-jährige Mahin in Teheran, die nach dem Tod ihres Ehemanns und der Ausreise ihrer Tochter nach Europa vereinsamt. Bei einem Nachmittagstee findet sie eines Tages die Kraft dazu, ihr Herz für eine neue Liebe zu öffnen.
21.07.2026 -
OSLO STORIES: LIEBE; NOR 2024; R: Dag Johan Haugerud
3. Film der Reihe "So viel Liebe": Regisseur Dag Johan Haugerud ist auch Schriftsteller – in seiner „Oslo-Trilogie“ untersucht er verschiedene Aspekte des menschlichen Zusammenseins. „Liebe“ ist der erste Teil, unmittelbar darauf folgte „Träume“ und „Sehnsucht“. In „Liebe“ begegnet die Ärztin Marianne dem Krankenpfleger Tor, der auf der Suche nach Männerbekanntschaften gern eine Fähre benutzt. Ihre philosophischen Betrachtungen zum Thema „Liebe“ bringt auch Marianne dazu, über ihr Beziehungsleben nachzudenken. Haugerunds emotionale Trilogie hat auf diversen Filmfestivals für Begeisterung und bei der Berlinale für einen goldenen Bären gesorgt.
18.09.2026 - 19:45
Heimattage-Open Air: 25 KM/H; D 2028; Konzert und Film am Kirchplatz
Anlässlich der „Heimattage 2026“
Spektakulärer Start der Heimatfilm-Reihe des Kommunalen Kinos ist ein Open-Air-Abend am hinteren Kirchplatz (mit dem Kirchturm als Leinwand) und der spritzigen Komödie „25 km/h“. Vor der Filmvorführung unterhalten die 7 Musiker der Live-Band Bad Kompagnie das Publikum mit Songs, die für die Ewigkeit gemacht sind - u.a. von Bob Dylan, Lou Reed, Van Morrison oder JJ Cale.
25 km/h ist ein „moderner Heimatfilm“, in dem es um die Auseinandersetzung mit Herkunft, Identität, familiären und emotionalen Wurzeln geht und in dem neben wilden Abenteuern und witzigen Dialogen auch jede Menge Schwarzwälder Lokalkolorit zu sehen sein wird. Drehorte waren u.a. Gengenbach, Gernsbach, die Schwarzwaldhochstraße und andere Ecken unserer engeren Heimat. Ein grandioses Kino-Vergnügen, auch dank der beiden Hauptdarsteller Lars Eidinger und Bjarne Mädel.
Der Abend startet um 19:45 Uhr mit Bad Kompagnie. Filmbeginnist dann gegen 21 Uhr geplant. Der Eintritt zu Konzert und Film ist frei, das KoKi stellt Spendenboxen auf.
29.09.2026 - 20:00
Heimattage: VIEHJUD LEVI; D 1999; R: Didi Danquart
Anlässlich der Heimattage stellt das Kommunale Kino nochmals den preisgekrönten Film von Didi Danquart nach dem Buch von Thomas Strittmatter vor.
1935 lebt der jüdische Viehhändler Levi (Bruno Cathomas) noch im Frieden mit der Schwarzwaldbevölkerung, bis mit einem Bauingenieur aus Berlin (Ulrich Noethen) die „neue Zeit“ des Nationalsozialismus und der antisemitische Terror in die Idylle einbrechen.
Danquart erzählt mehr über das Damals als viele Dokumentarfilme, aber auch genug über das Heute. Dafür hat er in seinem ersten Spielfilm fürs Kino berückend schöne Bilder des Schwarzwalds gefunden. Die Dialoge sind niemals geschwätzig und treffen punktgenau. Großes Erzählkino!
13.10.2026 - 20:00
Heimattage: SOUND OF HEIMAT; D 2012; R: Arne Birkenstock
Der 3. Film der Reihe Heimatfilme anlässlich der Heimattage 2026: In dem musikalischen Roadmovie Sound of Heimat - Deutschland singt begibt sich der neuseeländische Musiker Hayden Chisholm auf die Spuren der deutschen Volksmusik - auf eine Entdeckungsreise quer durch Deutschland. Als Fremder mit unverstelltem Blick auf die deutsche Kultur und mit offenem Ohr für die Texte und Melodien moderner und traditioneller Musiker trifft er auf eine lebendige Vielfalt regionaler Bräuche und Aktivitäten. Dabei beleuchten die Regisseure Arne Birkenstock und Jan Tengeler in Sound of Heimat - Deutschland singt auch die in Deutschland so weit verbreitete ambivalente Haltung zur Volksmusik und dem eigenen Heimatverständnis. Themen, welche durch die vergangene Ideologisierung und die "Heile Welt" des Musikantenstadls vielerorts in Vergessenheit geraten sind.
03.11.2026 - 20:00
Reihe Heimat: DIE EICHE - MEIN ZUHAUSE; F 2022; R:Charbonniere u. Seydoux
4. und letzter Film der Reihe "Heimatfilme": Der Dokumentarfilm spielt an einer über 200 Jahre alten und 17 Meter hohen Stieleiche im Wald von Sologne. Ein Jahr lang begleitet der Film sowohl den eindrucksvollen Baum als auch seine tierischen Bewohner, die ihre Heimat am und im Baum und in dessen Umgebung finden. Dieser „Mikrokosmos“ hat seine eigene Dramaturgie und braucht deshalb keine Kommentare, sondern wird nur mit Musik unterlegt.
Mit exzeptioneller Kameraarbeit zeigt „Die Eiche – Mein Zuhause“, welche (Arten-)Vielfalt nicht nur in fernen Urwäldern oder an sonstigen exotischen Orten existiert, sondern eben auch in einem vermeintlich-profanen mitteleuropäischen Wald. Nur mit meist dezenter Musikbegleitung lassen die Regisseure 80 Minuten lang nur die Natur wirken, sie zeigen uns, dass nicht nur wir Menschen auf eine sichere Heimstatt angewiesen sind, dass wir aber Verantwortung tragen, auch unseren Mitgeschöpfe die Heimat zu erhalten.
17.11.2026 - 20:00
Reihe Leonie Benesch: HELDIN; D 2024; R: Petra Volpe
Mit zwei Filmen würdigt das Kommunale Kino die Schauspielerin Leonie Benesch (geboren 1991), die eine traumhafte Karriere hatte und schon mit ihrem ersten Film 2007 „Das weiße Band“ Furore machte.
In dem engagierten Drama „Heldin“ zeigt sie als Krankenschwester, wie man im größten Stress mit ernsten Problemen und Schicksalen auf einer Krebsstation umgehen kann. Der Film der Schweizerin Petra Volpe erregte bei der jüngsten Berlinale große Aufmerksamkeit und Beifall auch bei den „echten“ Berufskolleginnen.
01.12.2026 - 20:00
Reihe Leonie Benesch: SEPTEMBER 5; D 2024; R: Tim Fehlbaum
Zweiter Film der Reihe Leonie Benesch: Regisseur Tim Fehlbaum schildert das Attentat auf israelische Sportler bei den olympischen Spielen 1972 in München aus der Perspektive eines amerikanischen Kamerateams und gewinnt diesem Drama neue Aspekte ab: einerseits der atemlose Druck einer Live-Berichterstattung durch die überforderten Sportberichterstatter, andererseits die ethische Frage, was man im „Reality-TV“ zeigen kann, wenn es um Leben und Tod geht. Leonie Benesch ist als Übersetzerin für die Crew mitten im Geschehen.
15.12.2026 - 20:00
WEIHNACHTEN IN DER SCHUSTERGASSE; NOR 2023; R:
Der jährliche Weihnachtsfilm für die ganze Familie im Kommunalen Kino:
Der gefühlvoll und opulent inszenierte Weihnachtsfilm spielt vor eigentlich wenig romantischer Kulisse kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Stine, ein zehnjähriges Mädchen, flieht aus einem Internat und landet bei einem brummeligen Schuster, der sein Haus nicht mehr verlässt. Als sie schließlich doch entdeckt wird, droht ein dramatisches Ende. Aber weil die Menschen ihr Herz wiederentdecken, wendet sich alles zum Guten….
Der bunte Stil und die detailreiche Retro-Ausstattung erinnern ein wenig an »Paddington«. Jenseits des nostalgischen Augenschmauses aber geht es um gewichtige Themen: Tod, Familie, Zusammenhalt – und darum, über seinen Schatten zu springen. Action gibt es auch und dazu rührende Weihnachtschöre. Die Botschaft lautet, dass man nicht vor lauter kleinem Ärger und dummen Ängsten sein Leben vermasseln sollte. Unerwartet ansprechend, für das Auge wie für das Herz.
Ab 6 Jahre.

